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Die Milchkioske

zur Finanzierung der sozialen Arbeit

Die Mitgliedsbeiträge und Spenden waren in der Anfangszeit des Vereins die einzigen Einnahmequellen, die aber schon damals bei Weitem nicht ausreichten.

Daher mussten in den "Pionierzeiten" immer wieder besondere Anstrengungen unternommen werden, um die Kasse zu füllen. Neben Vortragsabenden, so z.B. einem "glänzend verlaufenen Literarischen Gesellschaftsabend" kam in den 20er Jahren zur Sicherung der Vereinsarbeit ein wirtschaftliches Unternehmen: Im September 1927 beantragte der Verein für Fraueninteressen eine "Schankkonzession für Milch- und Molkereiprodukte" und die "Überlassung eines Platzes zur Errichtung eines Milchkiosks". Im Januar 1928 konnte der erste Milchkiosk an der Maistraße auf dem Hof des Arbeitsamts und der Ortskrankenkasse eröffnen. Dank der hervorragenden Finanzplanung der Geschäftsführerin der Kioske, Luise Habricht, konnte Kapital für weitere Imbissbuden erwirtschaftet werden - so brachte es der Verein bis 1936 auf vier Kioske (je einen weiteren am Isartorplatz, am Feilitzschplatz und in der Nähe des Hauptbahnhofs in der Arnulfstraße).

Die Einnahmen aus diesen Kiosken - die später neben Milch, Joghurt und Buttermilch auch belegte Brötchen, Eis und Kaffee verkaufen durften - bildeten noch nach dem 2. Weltkrieg den Grundstock des Vereinsvermögens und die solide Basis für die Wiederaufnahme und Ausweitung der sozialen Tätigkeiten.

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