Digitalisierung – Zugang für alle ermöglichen
Gleichstellung von Frauen – Unsere Forderungen zur Kommunalwahl 2026
Seit 132 Jahren setzt sich unser Verein für die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen in der Gesellschaft ein – mit dem klaren Ziel, die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern endlich Realität und Selbstverständlichkeit werden zu lassen. „Fraueninteressen. Gleichstellung. Jetzt!“ lautet das Motto, unter dem sich unser Verein mit seinen 14 sozialen Einrichtungen entschlossen gegen strukturelle Ungleichheiten stark macht.
Anlässlich der Kommunalwahlen am 8. März 2026 bekräftigen wir zehn wesentliche Forderungen an Entscheidungsträgerinnen* in Politik und Wirtschaft, die wir im Katalog „Frauen.Fordern.Jetzt!“ zusammenfasst haben. Wir benennen die drängendsten Probleme in unserer Gesellschaft und geben Frauen eine Stimme. TUN SIE ES AUCH!



FORDERUNG # 5
Digitalisierung –
Zugang für alle ermöglichen
Digitalisierung prägt nahezu alle Lebensbereiche – von Bildung über Arbeit bis hin zu Behördenwegen. Doch für sozial schwache Menschen, Seniorinnen*, Menschen mit Einschränkungen oder geflüchtete Frauen wird der digitale Wandel schnell zur Barriere. Fehlende Geräte, mangelnde Kompetenzen und unzureichende digitale Infrastruktur führen zu Ausgrenzung und verhindern gesellschaftliche Teilhabe.
Warum digitale Teilhabe so wichtig ist
Ohne Zugang zu digitalen Angeboten verlieren Menschen wichtige Chancen: Bewerbungen, Informationssuche, Terminvereinbarungen, Bildungszugänge und sogar die Beantragung staatlicher Leistungen sind heute oft nur digital möglich. Wer nicht mithalten kann, bleibt ausgeschlossen.
Die Herausforderungen
- Fehlende digitale Geräte und Internetzugänge für sozial benachteiligte Haushalte.
- Mangelnde digitale Kompetenzen – besonders bei älteren Menschen und Migrantinnen*.
- Digitalisierung staatlicher Leistungen ohne ausreichende analoge Alternativen.
Fehlende WLAN-Zugänge in öffentlichen Räumen und Unterkünften.
Unsere Forderungen: Digitale Chancen für alle
- Bessere IT-Ausstattung von Schulen und Bildungseinrichtungen.
- Vermittlung digitaler Kompetenzen für alle Zielgruppen.
- Ausstattung bedürftiger Menschen mit kostenfreien oder kostengünstigen digitalen Geräten.
- Mehr öffentliche Aufenthaltsorte in München mit kostenfreiem WLAN.
- Barrierefreie, benutzerfreundliche Gestaltung digitaler Portale.
Verwendung einfacher Sprache in digitalen Anwendungen.
Warum wir jetzt handeln müssen
Digitale Teilhabe ist eine Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Gleichstellung. Nur wenn wirklich alle Menschen Zugang zu digitalen Werkzeugen und Kompetenzen erhalten, kann Digitalisierung zu einem Motor für Chancen und Teilhabe werden – statt zu einem Treiber sozialer Ungleichheit.

