Juno
JUNO – eine Stimme für geflüchtete Frauen
Seit zehn Jahren setzt sich Juno für die Belange geflüchteter Frauen ein und gibt ihren Stimmen Raum und Gehör. Auf diese zehn Jahre sind wir stolz und nehmen das Jubiläum zum Anlass, die Arbeit von Juno zu würdigen. JUNO versteht sich als Stimme für geflüchtete Frauen – und vor allem als Ort, an dem Menschen zusammenkommen, die sonst kaum miteinander in Kontakt treten. Im Zentrum steht dabei nicht nur, Vielfalt zu benennen, sondern sie aktiv erlebbar zu machen: durch niedrigschwellige, altersgerechte und bewusst unkonventionelle Bewegungsangebote, durch Räume, in denen Begegnung auf Augenhöhe möglich wird.



Vorurteile abbauen, Nähe schaffen
Ein zentrales Anliegen von JUNO ist der Abbau von Vorurteilen und Berührungsängsten. Persönliche Begegnungen sind dabei der beste Weg, um neue Sichtweisen kennenzulernen und zu einer offeneren, vielfältigeren Gesellschaft beizutragen. Es geht JUNO langfristig um eine interkulturelle sowie tolerantere Gesellschaft.
Mit ihren Angeboten erreicht JUNO Frauen und ihre Kinder aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern – von Afghanistan über Somalia, Eritrea, Äthiopien und Syrien bis Jemen, Irak, Iran, Tunesien, Peru aber auch Frankreich, USA, China und natürlich Deutschland. Diese Vielfalt macht München zu einem Ort, an dem sich die Welt im Kleinen begegnet.
Räume schaffen, in denen Begegnung möglich wird
Miteinander, nicht übereinander reden ist, darum geht es bei JUNO: sei es bei Radkursen, bei einem Wanderausflug oder gemeinsamen Spieleabend, hier entsteht etwas, das keine Statistik erfassen kann – echte Begegnung. Oder stellen Sie sich eine Seniorin vor, die seit Jahrzehnten in München lebt, und eine junge Frau, die erst vor Kurzem aus Afghanistan geflohen ist. Auf den ersten Blick trennen die beiden Welten und doch, einmal die Woche treffen sich diese Welten in unserem neuen Projekt „Bewegende Begegnung" und gemeinsam wird gelacht, geredet und sich bewegt.
Das Projekt bringt gezielt Seniorinnen und Frauen mit Fluchtgeschichte zusammen, zwei Gruppen, die im Alltag kaum Berührungspunkte haben. Gemeinsame Bewegung wirkt dabei wie ein Türöffner: Sie fördert psychische und physische Gesundheit und wirkt sozialer Isolation, Einsamkeit und Bewegungsmangel entgegen. Für Frauen mit eingeschränkten Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe entstehen durch die gemeinsamen Aktivitäten Vertrauen, Austausch und neue Perspektiven. Wer Fluchterfahrung mitbringt, wird dabei nicht nur begleitet, sondern aktiv als Gestalterin einbezogen – übernimmt Verantwortung als Trainerin und bringt eigene Kompetenzen ein. Genau das ist die Idee hinter JUNO.
Getragen von Freiwilligen
Möglich wird vieles davon durch das Engagement zahlreicher Freiwilliger, die JUNO in offenen Programmen, bei Sprachpartnerschaften, Lernhilfen, Sport und Ausflügen unterstützen. Inzwischen sind auch viele Frauen mit Fluchthintergrund ehrenamtlich aktiv – ob im Radkursen, in Seniorenheimen, als Anti-Bias-Trainerinnen oder bei Aktivitäten in Unterkünften. Sie tragen mit ihren Erfahrungen wesentlich zur Arbeit von JUNO bei und sind wichtige Vorbilder.
Ein wachsendes Netzwerk
Seit zehn Jahren wird das Programm von JUNO immer weiter ausgebaut. In Formaten wie Sportangeboten, Wanderungen, Kulturveranstaltungen, Cafés und Tandempartnerschaften entstehen Räume, in denen sich Neu- und Altmünchnerinnen begegnen können. Diese Orte ermöglichen es, Vertrauen aufzubauen, Erfahrungen zu sammeln und Netzwerke zu stärken – gerade in Zeiten, in denen Integration immer schwerer gemacht wird, unerlässlich, um hier ein neues Leben aufzubauen.
Gemeinsam weiterdenken
JUNO lebt von der Unterstützung zahlreicher Partnerinnen und Förderinnen sowie von Einzelspenderinnen, ohne die die Arbeit nicht möglich wäre. Wer JUNO weiter begleiten möchte, kann dies künftig auch über den neuen Newsletter tun.
JUNO Altheimer Eck 13, 80331 München welcome@juno-munich.org juno-munich.org

